Christian von Braunschweig

1929 brachte der Berliner Historiker und Antiquar Hans Wertheim (Neffe des Kaufhausmagnaten Georg Wertheim) die zweibändige, auf 500 Exemplare limitierte Fassung seiner gleichnamigen Dissertation über den Welfenherzog Christian während seines Feldzugs 1622 heraus.
Mit Akribie hatte sich Wertheim dem Thema gewidmet, weshalb seine Untersuchung ihresgleichen suchte. Und doch wurde sie vergessen.

Christian von Braunschweig mag nur eine marginale Figur in den auftkommenden Wirren des Dreißigjährigen Krieges darstellen, gleichwohl war er einer, dessen Einstehen für die Deutsche Libertät und gegen die hegemonialen Bestrebungen des Hauses Habsburg den Fortgang des Krieges beförderten, statt ihn mit der Niederschlagung des Böhmischen Aufstandes zwei Jahre zuvor als beendet zu akzeptieren.

Wertheims beide Bände sind eine herausragende Erstuntersuchung zum Aufstellen, Versorgen und Führen damaliger Söldnerarmeen.